Ein Stück Schweizer Eisenbahn- und Industriegeschichte

   
 

 

Die IG BDe 8/8 kurz vorgestellt

     
 
IG BDe 8/8 - Ideenwerkstatt
 
 


Eine Gruppe von interessierten BDe 8/8-Anhängern gründete 2009 eine Interessens-Gemeinschaft, welche sich für den Erhalt und den Betrieb eines solchen Fahrzeuges einsetzt. Die IG BDe 8/8 besteht aus rund 20 Interessierten, welche bei der BDWM als Lokführer oder in der Werkstatt arbeiten. Sie haben sich intensiv mit der Zukunft der BDe 8/8 auseinandergesetzt und vorliegendes Konzept ausgearbeitet. Im Rahmen einer Ideenwerkstatt wurden folgende Nutzungsmöglichkeiten evaluiert:

Gesellschaftsfahrten mit Speisen und Getränken: solche Fahrten könnten im ähnlichen Catering-Stil wie mit dem MutschälleZähni durchgeführt werden. In regelmässigen Turnus wechselnd mit regionalen Restaurants.

Gipfeli-Express oder Apéro-Feierabend-Zug mit Service: dieses Angebot soll gestressten Pendlern die Möglichkeit bieten, erholter und motivierter am Arbeitsplatz zu erscheinen respektive auf dem Heimweg auf unkomplizierte und gemütliche Weise abzuschalten. Denkbar wäre ein wöchentlicher oder monatlicher Einsatz.

Kulturzug: dieser Zug richtet sich an kulturell und literarisch interessierte Menschen, welche gerne einmal in einer nichtalltäglichen Umgebung einer Lesung beiwohnen möchten. Eine solche Fahrt könnte die BDWM im Halbjahres-Rhythmus anbieten und dazu Autorinnen und Autoren aus dem Kanton Aargau engagieren.

 
     
 
BDe 8/8
 
     
 

Flirt respektive Singlezug: Dating-Shows in Radio und TV sind äusserst erfolgreich. Weshalb seinen zukünftigen Partner nicht im Zug während einer Fahrt über den Mutschellen kennenlernen? Denkbar wäre eine Zusammenarbeit mit den Regionalsendern TeleM1 oder Radio Argovia. Anschliessend an die Flirt-Fahrt könnte der Besuch eines ansässigen Clubs auf dem Programm stehen. 
                                                                                                                                                                           
Neuzuzüger-Zug: die Region rund um den Mutschellen weist ein enormes Potential für Neuzuzüger auf. Die Nähe zur Stadt lockt auch in Zukunft viele neue Bewohner  in unsere Region. Mit einem Neuzuzüger-Zug könnten wir unsere Region und die BDWM von der besten Seite zeigen. Dieser Zug würde in enger Zusammenarbeit mit Stadt und Gemeinden verkehren. In diese Fahrt integriert wäre eine Besichtigung von Bremgarten.  

Führerstandsfahrten: der Beruf des Lokführers ist noch immer ein Bubentraum. Verschiedene Bahnen haben deshalb Führerstandsfahrten im Angebot. Nicht selten werden BDWM-Mitarbeiter angefragt, ob solche Fahrten auch bei uns möglich sind.
       

 
     
 
Umbau
 
 


Damit die obengenannten Ideen realisiert werden können, ist ein Umbau eines Triebwagens BDe 8/8 nötig. Dieser soll den Charakter des Fahrzeuges aber nicht grundlegend verändern. Der grösste Anteil der Umbauarbeiten könnte von der Werkstatt in Eigenregie realisiert werden. Einzelne Schreinerarbeiten müssten extern vergeben werden. Die Mitarbeit von interessierten Mitgliedern unserer Arbeitsgruppe ist vorgesehen.

Lehrlingsprojekt

Der Umbau eines BDe 8/8 würde auch für unsere Polymechaniker-Lehrlinge lehrreiche und wertvolle Arbeiten beinhalten, welche an modernen Fahrzeugen kaum oder nicht mehr gemacht werden müssen. Es ist deshalb denkbar, dass der Umbau oder zumindest ein gewisser Teil davon als Lehrlingsprojekt durchgeführt werden könnte.
 
     
 
BDB
 
     
 

Finanzierung

Der Umbau und weitere Betrieb eines BDe 8/8 kostet Geld. Mit Sponsoring durch Lieferfirmen und dem regionalen Gewerbe könnten mit Sicherheit verschiedene Beträge zusammenkommen. Durchführbar wäre auch eine Art Auktion im Internet oder Verkaufsstand anlässlich eines Bahnhofsfestes, wo Eisenbahn-Liebhaber Gegenstände eines alten Triebwagens ersteigern oder kaufen könnten. Beispielsweise Routentafeln, Wappen,  Geschwindigkeitsmesser, Firmenschilder, Zugslaternen, etc. Im Sponsoring vorgesehen sind der Verkauf von Fenster- sowie Sitzplätzen. Im Gegenzug werden für die Sponsoren unter anderem im Fahrzeug gravierte Schilder montiert und vergünstigte Gesellschafts- und Extrafahrten angeboten.

 
     
 

Alternativen zum Einsatz als historisches Fahrzeug

Grundsätzlich macht nur der regelmässige Einsatz eines Schienenfahrzeuges Sinn, da bei längerfristigen Ausserbetriebnahmen schnell Standschäden entstehen. Nur eine intensive Wartung sowie ein regelmässiges Bewegen verhindern solche Schäden. Allenfalls prüfenswert ist der Vorschlag, ein Fahrzeug extern abzugeben und abzustellen. Weiter könnte ein Teil eines Fahrzeuges bei den Umbauplänen des Bahnhofs Bremgarten als Ausstellungsstück berücksichtigt werden, damit wenigstens auf diese Art und Weise ein Stück Schweizer Eisenbahngeschichte erhalten bliebe.

 
     
 
Schlieren
 
     

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